Was muss man bei einer Immobilienfinanzierung beachten?

ImmobilienfinanzierungEin eigenes Haus, oder eine eigene Wohnung, ist für viele ein lang gehegter Traum, auf den sie häufig verzichten müssen. Denn um sich diesen Traum erfüllen zu können, muss meist ein Kredit aufgenommen oder eine andere Form der Finanzierung gefunden werden. Dazu kommt die Angst vor der hohen Verschuldung, und ob die gewählte Form der Immobilienfinanzierung auch die richtige ist. Es gibt einiges zu beachten, damit dieser Traum vom Eigenheim kein Albtraum wird.

Eigenkapital als Stütze und Erleichterung

Zunächst sollte Kassensturz gemacht werden, denn möglichst viel Eigenkapital verringert die spätere finanzielle Belastung durch hohe Kreditraten. Außerdem wird der Kredit umso billiger, je mehr Eigenkapital eingebracht werden kann. Eigenkapital bezeichnet sämtliche Bank- und Sparguthaben – Bargeld, aber auch größere Mengen an Wertpapieren oder Edelmetallen. Sie können hier über einen Verkauf nachdenken. Mindestens 5% bis maximal 10% des Kaufpreises der Immobilie sollten aber in jedem Fall als Eigenkapital bereit stehen, da die Nebenkosten für Makler, Notar und Steuern meist sofort bezahlt werden müssen. Um unvorhergesehene Ausgaben abdecken zu können, ist es günstig nicht das gesamte Eigenkapital für den Immobilienkauf zu verwenden. Eine gewisse Reserve empfiehlt sich beim Kauf eines Eigenheims immer.

Tilgungshöhe und Ratenbelastung

Weiterhin ist es wichtig eine Tilgungshöhe der Raten festzulegen, die den Hauskäufer nicht überfordert. Legt man eine hohe Tilgungsrate fest, ist das Eigentum vielleicht schnell abbezahlt, dafür kann man die Nebenkosten für Strom, Wasser und Heizung nicht mehr bezahlen. Wählt man eine geringe Tilgungsrate, ist die Belastung auch gering, dafür zahlt man lange ab, vielleicht sogar noch im Ruhestand. Grundsätzlich gilt: Bei der Höhe der Tilgungsrate sollte unbedingt langfristig gedacht werden.

Günstiger Zinssatz

Maßgeblich kann hierbei auch der vereinbarte Zinssatz sein, der bei einer schnellen Tilgung niedriger ausfällt. Ehe man einen Vertrag zur Immobilienfinanzierung unterschreibt, sollte man sich umfassend über die verschiedenen Zinssätze informieren, die bei unterschiedlichen Banken anfallen. Vielleicht gibt es Aktionen oder ein besonders Finanzierungsmodell mit niedrigen Zinsen – aber bei der Konkurrenz? Lassen Sie sich Zeit, und vergleichen Sie die verschiedenen Angebote. Der effektive Jahreszins bestimmt die tatsächlichen Kosten des Kredits, und er ist somit der wichtigste Punkt, auf den Sie unbedingt achten sollten. Der Zins wird bei vielen Finanzierungsangeboten, unabhängig vom aktuellen Zinsniveau, für die Dauer der Tilgung festgeschrieben. Das können 30 Jahre sein. Hier sollten Sie also auf einen Vertrag achten, der die Zinsanpassung nach, beispielsweise, bereits 5 Jahren ermöglicht. Abhängig vom aktuellen Zinssatz, lassen sich dadurch die Kosten für die Immobilienfinanzierung deutlich senken, wenn man den Kreditvertrag zu einem Zeitpunkt unterschreibt, an dem die Zinssätze niedrig sind.

Weitere wichtige Punkte

Ferner sollte man sich über die verschieden Kreditarten, die die gewählte Bank anbietet, informieren lassen. So gibt es bei einigen Anbietern verschiedene Darlehensformen, wie z.B. das Festdarlehen, das Annuitätendarlehen oder das Kombidarlehen. Diese bieten verschiedene Vorteile, aber auch Nachteile. Sie sollten auch die Möglichkeit haben, eine Sondertilgung vorzunehmen. Das ist eine Tilgungsleistung, die außerhalb des Tilgungsplanes, in variabler Höhe, erbracht werden kann. Wenn Sie z.B. plötzlich zusätzliche Geldmittel zur Verfügung haben, können Sie diese zur Tilgung des Kredites verwenden. Das Darlehen sollte auch vorzeitig kündbar sein, um bei eventuellen Härtefällen oder veränderten Rahmenbedingungen flexibel reagieren zu können. Wichtig ist es also sich im Vorfeld der Immobilienfinanzierung umfassend über die verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten zu informieren. So steht dem Traum vom Eigenheim nichts mehr im Weg.
Image_Source: sculpies – Fotolia

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