Was muss man beachten wenn man an der Börse spekuliert?
Für den – privaten – Börsengang gibt es einige klare Regeln, die sich von selbst verstehen und im Folgenden erörtert werden. Erstens: Man investiere nie sein volles Vermögen in Aktien. Zweitens: Man erwerbe nie nur Aktien von nur einem Unternehmen. Drittens: Man orientiere sich vorwiegend bzw. ausschließlich an Unternehmen jener Branchen, deren Technik langfristig gefragt sein wird.
Niemals alles setzen – auch nicht bei Aktien
Zunächst also zu dem Grundsatz, niemals das eigene Vermögen vollends zu investieren: Wie und ob der Wert von Aktien sich verändert, lässt sich zu keinem Zeitpunkt vorhersagen. Zu viele Entscheidungsgeber sind involviert, zu viele Ereignisse können die Werteverteilung innerhalb einer Regional- oder der Weltwirtschaft mehr oder minder plötzlich verändern. Der Wert einer Aktie kann somit unvorhergesehen sinken, sich aber auch unvorhergesehen steigern. Es genügt bereits, dass Arbeitslosenzahlen veröffentlicht oder Staatskredite nicht gewährt werden – beides Sachverhalte, die zwar nicht die tatsächliche Lage eines Landes unmittelbar verändern, sondern es ist ihr Bekanntwerden allein, das sich auf Währungs- und Aktienwerte negativ niederschlägt. Jeder Aktieninvestor darf zu jedem Zeitpunkt damit rechnen, dass seine Aktien in ihrem Wert unter den Kaufpreis sinken (ebenso sicherlich umgekehrt). Wenn dies der Fall ist, kann von einem Verlust die Rede sein – dies sollte stets nur einen kleinen Teil des Vermögens überhaupt schädigen. Im umgekehrten Fall liegt die Kunst darin, die Aktien dann zu verkaufen, wenn der Anleger der Ansicht ist, den besten Gewinn zu erzielen. Aber eine hinreichende Vorhersagbarkeit über die Werteentwicklung jeder Aktie ist völlig ausgeschlossen – auch wenn dies für die Vergangenheit und Gegenwart stets detailliert protokolliert wurde und wird.
Die Risikostreuung – eine wichtige Maßnahme
Der nächste Aspekt: Genau aus dem Grund, der vorhergehend beschrieben wurde, lohnt es sich, die Aktien verschiedener Unternehmen einzukaufen. Wenn nun die eine Aktie an Wert verliert, muss dies gleichzeitig bei einer anderen noch nicht der Fall sein. Hier kann es an der Unternehmenspolitik liegen, dass Werte, Gewinne, Ausschüttungen oder Verluste differieren. Das Prinzip der Risikostreuung gebietet darüber hinaus noch etwas anderes: Definiert man nun im Rahmen seiner Mittel eine Summe, die man in Geldanlagen investiert, sollten diese nicht ausschließlich in Aktien angelegt werden. So erhält man die Gewissheit, nicht einen völligen Verlust zu erfahren.
Umweltschutz lohnt sich – auch geschäftlich
Aktien lohnen sich umso mehr für den Anleger, je mehr sie in langfristigem Einklang mit der technologischen Entwicklung der Weltwirtschaft stehen. Dies bedeutet konkret: Fossile Brennstoffe sind nicht mehr notwendig. Im Aufstreben ist jene Branche, für die international der Begriff “Cleantech” geprägt wurde – die Solarindustrie, Wind- und Wasserkraft, andere erneuerbare Energien und Zulieferindustrien (Dies betrifft auch die Fahrzeugindustrie: Elektro-, Solar-, Hybrid-, Wasserstoffautos). Es ist davon auszugehen, dass hier ein hohes Wachstumspotential vorhanden ist und Verluste nicht wahrscheinlich bleiben. Auch hier lassen sich in keinem Fall Ziffern im Voraus angeben – jedoch der gesellschaftliche Bedarf wird sich immer mehr an der Wahrung des ökologischen Gleichgewichts orientieren, ohne dass der westliche Lebensstandard sinkt. Beispiel: Gegenwärtig ist eine Reihe von Unternehmen damit befasst, Solarkraftwerke in der Sahara zu planen und zu errichten. Hiervon profitieren bereits jetzt eine Reihe von Anlegern. Überdies: Das Anlegen von Geldern ist stets mit einer sozialen Verantwortung verbunden. Dies kommt gerade an dieser Stelle zum Tragen.
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